Sankalpa und Yoga Nidra: Transformiere dein Leben

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Sankalpa und Yoga Nidra

Sankalpa ist ein Element, das in der Yoga Nidra Praxis auftaucht. Das Sankalpa ist ein Entschluss, den wir zu Beginn und am Ende von Yoga Nidra jeweils dreimal wiederholen. Es ist wie ein Same, den du in deinen Geist einpflanzt und den du regelmäßig bewässerst. Ein Sankalpa zu formulieren ist ein sehr effektiver Weg zu Transformation, zur Förderung der positiven Aspekte deiner Persönlichkeit und zur Stärkung des Geistes.

Wie man ein Sankalpa benutzt

Yoga Nidra führt dich schrittweise zu einem Zustand tiefer Entspannung. Wenn der Geist ruhig und gelassen ist, dann ist er auch sensibler, offener und empfänglicher. In diesem Moment pflanzen wir das Sankalpa, unseren Samen, damit es seine Wirkung entfalten kann.

Das Sankalpa ist eine Mitteilung, gesandt von unserem bewussten Geist an unseren unterbewussten Geist. Durch regelmäßige Wiederholung manifestiert sich diese Botschaft allmählich mehr und mehr auf der bewussten Ebene. Wir kommen unserem Ziel näher und erfahren Veränderungen in unserer Persönlichkeit und in unserem Leben.

Es ist wichtig, das Sankalpa mit Klarheit und Bestimmtheit, und mit Gefühl zu wiederholen. Du magst dir sogar vorstellen, wie du deinen Entschluss in einer Situation deines täglichen Lebens umsetzt.

Dein eigenes Sankalpa formulieren

Jeder gestaltet sein Sankalpa entsprechend seiner Bedürfnisse. Nimm dir die Zeit, um herauszufinden, was du tun oder verändern möchtest. Ob es da eine Angewohnheit gibt, die du korrigieren, oder einen Aspekt deiner Persönlichkeit, den du weiterentwickeln willst.

Es kann etwas Allgemeines oder auch sehr Konkretes sein. Das Sankalpa wird als kurzer, knapper Satz formuliert, es ist präzise und positiv.

Vermeide Ausdrücke wie “nicht”, “kein” oder “ich möchte”, “ich brauche”. In dem Moment, wo du sagst “ich möchte” oder “ich brauche”, erweckst du in dir selbst den Eindruck, dass es dir an etwas mangelt, und das stimmt eigentlich nicht. Du trägst das Potential dazu bereits in dir, aber aufgrund von Umständen, denen du dir bewusst sein magst oder auch nicht, erfordert es einen Anstoß zur vollständigen Manifestation.

Beispiele für ein Sankalpa

Hier sind ein paar Beispiele zur Inspiration.

Allgemeine Sankalpas:

  • Sicherheit und Vertrauen in mich
  • Ich lebe in physischer, mentaler und spiritueller Harmonie
  • Ich lebe ein erfülltes Leben
  • Ich lebe in Frieden
  • Ich wandele in Liebe
  • Ich bin gesund

Konkrete Sankalpas:

  • Ich höre mit dem Rauchen auf
  • Ich erhole mich von …
  • Ich zuversichtlich und selbstsicher bei meinen Prüfungen
  • Ich bin ruhig und gelassen bei Provokationen

Empfehlungen

Nimm dir genügend Zeit für die Gestaltung deines Sankalpa. Es kann vorkommen, dass wir viele Dinge gleichzeitig in unserem Leben ändern wollen, aber wenn wir genauer hinsehen, stellen wir fest, dass sie alle die gleiche Wurzel haben.

Zum Beispiel mag jemand geringes Selbstvertrauen haben, und dies manifestiert sich auf verschiedene Weise, wie sehr anspruchsvoll mit sich selbst und anderen zu sein, überkritisch, unnachgiebig, und auf der anderen Seite ängstlich und eher schüchtern.

In diesem Fall ist es nicht nötig, ein Sankalpa für jeden einzelnen Charakterzug zu erstellen. Du kannst stattdessen gleich zur Wurzel gehen und ein Sankalpa entwerfen, das sie alle miteinschließt.

Vielleicht fragst du dich… “kann ich mein Sankalpa auch verändern?” Nun, eigentlich ist es am besten, du bleibst bei deinem Sankalpa, bis es sich manifestiert hat. Aber der Vorgang, ein Sankalpa zu entwerfen, mit dem du dich so richtig identifizierst, kann etwas dauern. Wir dringen nicht immer gleich zur Wurzel vor. Du magst also mit einem Sankalpa beginnen, das du allmählich verfeinerst.

Es gibt Menschen, die ein sehr umfassendes, globales Sankalpa haben, und sie bleiben ihr ganzes Leben dabei. Andere haben ein konkretes Sankalpa, das nur für eine bestimmte Zeit in ihrem Leben gilt.

Um die volle Kraft des Sankalpa zu erhalten, ist es wichtig, dass du es für dich behältst. Behandle es persönlich und vertraulich. Es ist nur für dich.

Beständige Übung ist essentiell. Mentale Gewohnheiten und Muster haben sich tief in unserem Unterbewusstsein eingenistet und tauchen wie automatisiert in unserem Verhalten auf. Daher muss unsere Praxis ebenfalls tief und beständig sein.

 

Hast du Fragen zu Sankalpa und Yoga Nidra? Was sind deine Erfahrung zu diesem Thema (natürlich ohne dein persönliches Sankalpa zu offenbaren…)?

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