Bhagavad-Gita Einführung (1): Yoga und der Weg nach innen

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– Möge die Macht mit dir sein!

Bhagavad-Gita, Yoga und Meditation

Es war vor etwa 20 Jahren, als ich mit der Bhagavad-Gita in Kontakt kam. Zur gleichen Zeit studierte ich damals auch andere Bücher über fernöstliche Weisheiten und nahm die Praxis von Yoga und Meditation auf. Meine Begeisterung und mein innerer Jubel über die neue Welt, die sich da für mich auftat, ist mit Worten kaum zu beschreiben. Diese Erfahrungen haben mich und mein Leben grundlegend verändert. Aber im Zentrum aller Erlebnisse dieser Zeit standen die beeindruckenden und wundersamen Worte der Gita.

Was ist der Yoga der Bhagavad-Gita?

Die Gita ist ein Yogabuch. Aber vielleicht nicht die Art von Yogabuch, die du erwartest. Yoga in der Gita handelt nicht davon, wie du dich fit und gelenkig hältst, noch nicht einmal davon, wie du dich tief entspannst. Dieses Buch lehrt uns, tief in uns selbst hineinzuschauen, unser wahres Potential zu schöpfen und unser Leben zu meistern. Es ist ein Yoga, das nicht auf der Matte stattfindet.

Die Gita ist ein Gespräch zwischen Krishna und Arjuna, zwischen einem Meister und einem Schüler, die zur gleichen Zeit sehr enge Freunde waren.

Arjuna steht vor der Krise seines Lebens. Aber das Leben stellte Arjuna einfach auf die Probe, damit er sein wirkliches Potential entdecken würde. Und das ist etwas, das auf uns alle zutrifft. Das Leben stellt uns nur vor Schwierigkeiten, um uns aufzuwecken.

Wir entdecken unser Potential nicht automatisch, wir müssen danach suchen und uns darum bemühen. Wir müssen laufen und sprechen lernen. Wir müssen zur Schule gehen, um Algebra, Erdkunde und Geschichte zu lernen. Und wir sollten Yoga praktizieren, um unser inneres Potential zu entdecken und zu lernen, wie man es benutzt.

In der Gita erklärt Krishna, wie uns Yoga die Kraft geben kann, Schwierigkeiten in unserem Leben zu akzeptieren und uns auf eine höhere Ebene zu erheben, die Ebene, für die wir geboren wurden, für die wir bestimmt sind.

Mögest du die Kraft in dir erwecken!

Konflikte und Konfusion dieser Welt

Ich bin nicht imstande, hier noch länger stehenzubleiben. Ich vergesse mich, und mein Geist ist verwirrt. Ich sehe nur Unheil drohen, o Keshava.“ (Bhagavad-Gita 1.30)

Arjuna, ein Prinz und ein großer Krieger, befand sich auf dem Schlachtfeld von Kuruksetra, wo ein großer Familienstreit ausgefochten werden sollte. Aber bevor die Schlacht begann, erfuhr Arjuna auf einmal starke, widersprüchliche Gefühle und war daher völlig verwirrt. Er ließ seinen Bogen fallen und weigerte sich zu kämpfen.

Unsere Welt ist voller Konflikte. Was könnte daher ein besserer Schauplatz sein, um dies zu wiederzugeben? Aber ist die Flucht vom Schlachtfeld die richtige Lösung? Oder ist tatenlos zuzusehen die richtige Lösung?

Die Herausforderung annehmen

Die Bhagavad-Gita empfiehlt uns die Praxis von Yoga aufzunehmen und die Herausforderung zu akzeptieren. Gemäß der Gita bedeutet Yoga, die Plattform des kleinen Egos hinter sich zu lassen und sich mit etwas Größerem zu verbinden.

Auf der Ebene unseres kleinen Egos sind Konflikte und Konfusion normal, aber sie verschwinden mehr und mehr, je weiter wir uns an die wirkliche Essenz unseres Daseins annähern. Konflikte und Konfusion drängen uns förmlich dazu, alle Oberflächlichkeit aufzugeben und uns auf eine höhere Ebene zu erheben.

Das ist das Potential, das du in dir trägst. Es zu entdecken, ist die wichtigste Aufgabe in deinem Leben. Yoga kann dir die Kraft geben, dieses Potential zu schöpfen.

Bereit für eine neue Dimension in deiner Yoga Praxis?

Dies ist nur der erste Teil einer Serie von Artikeln zu Yogapraktiken und Werkzeugen, die wir in der Bhagavad-Gita finden. Und ich werde dort im Detail erklären, wie du diese Werkzeuge in deinem praktischen Leben, in deiner persönlichen Situation, anwenden kannst. Erinnere dich: Yoga in der Gita handelt nicht von körperlichen Stellungen und Atemübungen; in der Gita geht es um Lifeskills, innere Einstellungen und Selbstverwirklichung.

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Was bedeutet die Bhagavad-Gita für dich? Wie setzt du diese herausragenden Lehren in die Praxis um? Schreibe deine Kommentare in die Sektion weiter unten.

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